Dienstag, 6. Oktober 2020

im Urlaub

Warum heißt "Urlaub immer weit weg fahren? Warum sagen wir nicht Urlaub wenn wir zuhause sind? Wenn wir zuhause sind heißt es "ich habe frei" oder "ich habe Urlaub", aber wenn wir sagen "ich bin im Urlaub" dann heißt es immer, dass wir weg sind?


Ich würde auf jeden Fall sagen, das ich als Kind mit meiner Familie viel unterwegs war. Wir hatten einen ausgebauten Sprinter, lange bevor #vanlife zum Trend wurde. Und die Möglichkeiten, die ein Wohnmobil mit sich bringt, haben wir ausgenutzt. Wir Kinder sind am Campingplatz uns selbst überlassen worden und die Eltern sind wandern oder Rad fahren gegangen. 
Warum sind wir immer an den Gardasee gefahren, aber haben nie das eigene Land angeschaut? Das frage ich mich wirklich. Warum hat es meine Eltern und auch uns Kinder nie interessiert mal etwas anderes zu sehen. Uns standen alle Möglichkeiten offen und doch sind wir immer zum gleichen Campingplatz in Italien gefahren. Manchmal sogar mehrmals im Jahr. Und auch wenn ich das Gefühl von "zuhause" an diesem Ort mag, fahre ich mittlerweile lieber an Orte, die ich vorher noch nicht gesehen habe. An denen wir sonst immer vorbei gefahren sind und denen wir keine Beachtung geschenkt haben, weil wir nur unser Ziel erreichen wollten.  

"Thailand war wunderschön, das würde dir auch gefallen. Reise doch mal da hin. Ist wirklich billig und die Strände sind wunderschön." "Warst du schon in den Niederlanden?" "Nö." 

Ich muss nicht weit weg, um neue Dinge zu entdecken. Deutschland bietet so unendlich viele Möglichkeiten. All diese Dinge kann ich sowieso nicht entdecken. Und wenn mir Deutschland mal zu klein wird, dann fühle ich mich als Europäerin und fahre nach Österreich, die Niederlande, Tschechien oder eins der anderen schönen Länder, die ich theoretisch zu Fuß erreichen kann. Und auch wenn ich euch vielleicht dazu inspiriert habe in eurem Heimatland Urlaub zu machen, hoffe ich, dass ihr weiterhin nach Ägypten fliegt, damit die deutschen Strände für mich leer bleiben. 

Bis Bald. Marina.

Sonntag, 16. August 2020

Darf ich das?

Anschließend an einige Dinge, die ich auf Instagram geteilt habe und zu einem meiner letzten Beiträge, will ich hier jetzt meine Gedanken noch einmal länger breittreten. (Viel Spaß beim Lesen)

"Was würdest du tun wenn du für einen Tag ein Mann wärst?" Während ich mir überlege, dass ich mir erst einmal einen runter holen würde, denke andere Frauen an viel banalere Sachen. 

Toyah Diebel hat genau diese Frage in Ihrer Story gestellt und die Antworten anschließend geteilt. Das hat mich tatsächlich ein bisschen erschüttert, wie ungerecht unsere Welt ist. Frauen wollen einfach nur "nachts in den Park gehen", "das selbst verdienen" wie ihr männlicher Kollege oder "sich oberkörperfrei an den See legen". Das die Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft noch nicht angekommen ich, war mir danach wieder einmal so bewusst wie seit langem nicht mehr. 

Ich war nachdem ich mir die Antworten angeschaut habe sehr traurig, über das was in unserer Gesellschaft passiert, aber auch darüber, dass sich viele Frauen diese Dinge einfach nicht trauen. Ich habe nämlich bei vielen Antworten gemerkt, dass ich diese Dinge oft einfach mache. "Nachts nach hause laufen", "alleine in den Urlaub fahren", "einem Mann etwas ausgeben", "unrasiert an den See gehen". Mir war selbst vorher nicht bewusst wie außergewöhnlich es anscheinend ist, dass ich über diese Dinge nicht großartig nachdenke sonders es einfach mache. 

Und dann ist mir ein sehr grundlegender Gedanke gekommen. Ich glaube, wir müssen diesen Frauen zeigen, dass es normal ist zu machen, auf was man Lust hat. Nicht das was man meint, dass andere von einem sehen/hören wollen. Ich glaube, ohne es jemals ausprobiert zu haben, gehen Frauen davon aus diese Sachen nicht machen zu "können". Doch du kannst eben schon. Aber dafür müssen wir mutig sein, uns frei fühlen und keine Angst haben. Wir müssen über unseren Schatten springen und ein neues Bild erschaffen: von Frauen, die erreichen was sie sich vornehmen, die das gleiche schaffen wie Männer und die sich auch einfach oben ohne an den Strand legen. 

Anlässlich dazu habe ich ein Unterwäsche-Bild gepostet und habe damit etwas gemacht, das die Gesellschaft gerne anders von mit hätte. Aber warum sollte ich mir Sachen verbieten lassen von den Vorstellungen einer Gesellschaft. Solange ich mir und meinen eigenen Vorsätzen, Werten und Zielen entspreche, kann mich die Gesellschaft mal am A**** lecken. 

Bis Bald. Marina.

p.s. können wir unsere Töchter bitte anders erziehen.

Mittwoch, 29. Juli 2020

Nein, ich habe keine Angst.

Ich habe meistens keine Angst. Nicht dass ich besonders waghalsige Dinge tun würde, aber bei den Dingen, die ich tue, fühle ich mich eigentlich immer sicher.

Aber die Welt will mir immer wieder eine Angst aufdrücken. Es gibt immer wieder Situationen in denen ich gefragt werde: "hast du da keine Angst" und meine Antwort ist meistens ein entschiedenes "NEIN". Wenn ich Angst hätte in diesen Situationen, dann würde ich es nicht machen. Aber auch wenn ich selbst keine Angst habe, kann man sie mir natürlich einreden. Wenn andere mir sagen, dass sie sich dann aber um mich Sorgen machen. Mich fragen frage: "aber was ist wenn ... passiert." Vielleicht bekomme ich dann irgendwann Angst in Situationen, die für mich sonst immer komplett unbeschwert waren.

Ja, wahrscheinlich gehe ich auch an viele Dinge etwas naiv heran. Denke an das gute im Menschen und mache Sachen, einfach weil ich Lust darauf habe. Aber auch wenn ich nicht abergläubisch bin und auch nur wenig spirituell, glaube ich an das Gesetz der Anziehung. Und wenn du immer denkst jetzt wird gleich etwas passieren, dann passiert es auch. Ich denke an nichts Schlimmes und so ist mir auch noch nie etwas Schlimmes passiert. 

Und für alle, die sich Sorgen um mich machen. Es sind eure Sorgen, also behaltet sie bitte für euch. Ich mache mir meine Sorgen schon selbst. (oder eventuell auch nicht)


Nein, ich habe keine Angst, wenn ich alleine mit meinem Van irgendwo unterwegs bin und alleine an einem verlassenen Ort stehe. Der Van ist mein zweites, fahrbares Zuhause und ich fühle mich hier unglaublich wohl und frei. Weg fahren zu können verbinde ich mit Freiheit, nicht mit Angst.

Nein, ich habe keine Angst, wenn ich alleine abends/nachts unterwegs bin. Natürlich bin ich vorsichtig, aber dennoch würde ich mein Gefühl in keinster Weise mit Angst beschreiben. Ich fahre auch nachts mit dem Rad überall hin wo ich gerne hin möchte, schaue mir den Sonnenuntergang an oder gehe unter dem Sternenhimmel spazieren.

Und ein weiterer Punkt der mich unglaublich an diesen Aussagen aufregt ist, wenn ich ein Mann wäre, würde mich keiner fragen: "hast du so ganz alleine keine Angst?". 

Bis Bald. Marina.

P.S. NEIN

Freitag, 19. Juni 2020

einsam.


Zwischen alleine sein und einsam sein ist nur ein schmaler Grat. Und auch wenn ich immer sage, ich bin gern alleine bin ich natürlich ungern einsam. Und wie schmal der Grat zwischen diesen beiden ist, habe ich vor allem in den letzten Wochen gemerkt. Ich war quasi gezwungenermaßen lange alleine, aber seit kurzer Zeit bin ich auch ein bisschen einsam. 

Vor einigen Tagen hatte ich wirklich ein starkes Einsamkeitsgefühl und dann habe ich mich bewusst dazu entschieden alleine zu sein. Dann ist auch das Gefühl der Einsamkeit gegangen, weil es für mich (meistens) gut anfühlt alleine zu sein. Nicht einsam. Dadurch dass ich mich bewusst dazu entschieden habe alleine zu sein, war ich plötzlich nicht mehr einsam. Die Entscheidung selbst in die Hand zu nehmen, gibt der gleichen Situation eine andere Bedeutung. 

Bis Bald. Marina.

Sonntag, 24. Mai 2020

Europäerin.

Ich fühle mich als Europäer. Diesen Gedanken habe ich schon länger und doch wird es für mich immer klarer.

Der Moment als die Grenzen aufgrund der Corona-Krise geschlossen wurden war komisch. Ein Teil meiner Familie wohnt im Ausland und zu wissen, dass ich, wenn es ihnen beispielsweise schlecht geht, nicht einfach hinfahren kann, fühlt sich merkwürdig an. 

Es war für mich immer selbstverständlich überallhin reisen/fahren zu können. Den Großteil meiner Sommer habe ich in Italien verbracht und die Wochenenden im Winter war ich viel in Österreich. Einfach loszufahren ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, hat immer zu meinem Leben gehört. Und aktuell muss man sich sogar Gedanken darüber machen, ob man in ein anderes Bundesland reisen darf. Es ist komisch, wenn man sein ganzes Leben Europa sein Zuhause nennen durfte. 

 Irgendwie fühle ich mich eingesperrt auch wenn natürlich Deutschland unendlich viele Möglichkeiten bietet, bin ich es nicht gewohnt nicht einfach das Land verlassen zu können. 

Bis Bald. Marina. 

p.s.  zum Glück sieht die Situation mittlerweile wieder etwas besser aus.

Freitag, 22. Mai 2020

alleine reisen.

Um so mehr ich über meinen Van spreche, über meine Pläne und Träume, die ich in Sachen Reisen habe, kommen immer wieder die selben Fragen bzw. Aussagen. Ich gebe immer die selben Antworten und bin doch erstaut darüber, dass sich anscheinend viele Menschen die gleichen Gedanken machen. Was mich dabei noch viel mehr gewundert hat, es sind Gedanken, die ich vorher noch nie hatte und Themen über die ich mir erst richtig Gedanken gemacht habe, als ich danach gefragt wurde.


"Ganz alleine?" "du willst dann alleine weg fahren?"

Für mich hat es sich immer richtig angefühlt alleine weg zu fahren. Ich verstehe nicht, warum mich so viele fragen ob ich wirklich alleine weg will. Ja, es war immer mein Traum alleine wegzufahren. Vielleicht hat es damit zu tun, dass ich introvertiert bin. Am meisten wundert mich, dass diese Frage oft von Leuten kommen die noch nie alleine verreist sind. Woher willst du wissen, ob es nicht doch toll ist, wenn du es noch nie gemacht hast? Ich habe festgestellt man lernt Ort anders kennen, wenn man alleine unterwegs ist, wenn man sie alleine erkundet und nicht abgelenkt ist von anderen Menschen. Auch ich fahre gerne mit meinem Freund in Urlaub, aber ich bin eben auch gerne alleine unterwegs. 

"Hast du keine Angst, wenn du dann nachts irgendwo alleine bist?" "Ist das nicht gefährlich?"

Ich war schon in unzähligen Campingurlaub. Und ich habe nie komische Situationen erlebt und nein, ich habe keine Angst nachts alleine im Auto zu schlafen. Warum auch? Genauso wie ich alles andere die letzten Jahre alleine gemacht habe, werde ich auch alleine mit dem Van unterwegs sein. Man sagt "Angst ist ein schlechter Berater" und deshalb nehme ich sie einfach nicht als Berater. Ich habe sehr selten Angst vor Situationen und ich bin eher gespannt oder freudig aufgeregt und ich will mich auch keine Angst machen lassen. Ich möchte keine Angst bekommen, nur weil mir diese Frage immer wieder gestellt wird. Für alle die es wissen wollen: "NEIN, ich habe KEINE Angst alleine!"

Bis Bald. Marina.

Montag, 4. Mai 2020

bin ich ein Curly Girl?

Ich war eigentlich schon immer zufrieden mit meinen Haaren und war auch tatsächlich nie wirklich pingelig, wenn es um meinen Friseur bzw. meinen Haarschnitt ging. Allerdings sind mir dann vor 2,5 Jahren die Haare doch etwas "verkackt" worden. Ich bin ein zweites Mal zum Blondieren und dann waren meine eigentlich immer recht gesunden Haare nur noch kaputt.

Seitdem habe ich mir meine Haare nicht mehr färben lassen und auch selbst nur temporäre Farbe verwendet. Aktuell habe ich bis auf die untersten Enden tatsächlich mal seit Jahren wieder meine Naturhaarfarbe. Parallel dazu habe ich vor 1,5 Jahren mit der Curly Girl Methode angefangen. Alle die mir auf Instagram folgen wissen auch, wie meine Haare dadurch mittlerweile aussehen.

Die Curly Girl Methode folgt gewissen Regeln die Lorraine Massey in ihrem Buch festgehalten hat. Ich habe mir mein Wissen aus YouTube Videos und Blog Beiträgen zusammen gesammelt. Besonders sind Inhaltsstoffe wie Silikone, Sulfate, Parabene und Mineralöle "verboten", da diese die Haare beschweren und der natürlichen Haarstruktur entgegen wirken. Außerdem soll man auf Hitze komplett verzichten und die Haare nur dann kämmen, wenn sie komplett in Conditioner getränkt sind.

Ich bin noch lange kein Profi und werde es auch nicht mehr, da ich mich aktuell lieber mit anderen Themen beschäftige. Allerdings habe ich auch schon vor einiger Zeit Produkte gefunden, die für mich funktionieren und diese stelle ich euch jetzt vor. Sie sind alle aus der deutschen Drogerie und dadurch einfach zu erhalten.

Ich liebe das Shampoo vor allem, weil ich das Gefühl habe, dass es das einzige Shampoo ohne Sulfate ist, das trotzdem schäumt. Dadurch bekommt man trotzdem dieses sauber Gefühl (, das eigentlich super unnötig ist).

Spülung 
Ich verwende Fructis Aloe Hydro Bomb. Damit bin ich sehr zufrieden. Als ich vor 1,5 Jahren angefangen habe der Curly Girl Methode zu folgen, war es noch sehr schwer passende Produkte in der Drogerie zu finden. Mittlerweile ist es leichter, dennoch bin ich bei seit Anfang an bei diesem Produkt geblieben.

Ich hatte schon immer die Schaumfestiger von Syoss und war damit auch schon immer zufrieden. Hatte eigentlich erwartet, dass ich mit einen anderen suchen muss aber syoss hat mittlerweile die Pure Reihe und ist damit "curly girl approved"

Gel
Da bin ich mir tatsächlich noch nicht sicher, ob nicht ein anderes Gel besser wäre. Aber im Vergleich mit allem was ich sonst ausprobiert habe ist das Pflege&Halt Gel von Nevia das Beste. 

Maske
Da es bei gesunden natürlichen Locken immer um den richtigen Ausgleich zwischen Feuchtigkeit und Protein in den Haaren geht, habe ich nur dann einen richtigen Unterschied gesehen wenn ich meine Haare mit Protein versorgt habe. Also gehe ich davon aus, dass ich immer einen Proteinmangel habe und verwende deshalb die HASK Keratin/Protein Maske, wenn ich das Gefühl habe mal wieder meine Locken pflegen zu wollen.

Bis Bald. Marina.


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